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Gotische Burgen

Zamek w OstródzieOstróda (Osterode) – an der Drewenz erbaute, gotische Burg aus den Anfängen des 14. Jahrhunderts. Auf den Fundamenten einer Festung erbaut, war die Burg zunächst ein hölzernes Konstrukt, das im Laufe des Jahrhunderts umgebaut und gefestigt wurde. Seit 1393 besteht die Burg aus Backstein. Sie formt ein Rechteck mit einem Hof in der Mitte und ist von einer Zwischenmauer und einem Burggraben umgeben. Der Vorderflügel mit dem Tor, so wie zwei Seitenflügel waren für den Komtur reserviert. Nach der siegreichen Schlacht bei Grunwald nahmen polnische Truppen die Burg ein, die im Jahre 1642 umgebaut wurde. 1788 zerstörte ein Feuer ein ganzes Stockwerk der Burg. Erst im 19. Jahrhundert unterlag sie einem gründlichen Umbau, wurde aber 1945 in Brand gesetzt (große Teile der Mauern und die Verliese blieben erhalten). Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wird die Burg regelmäßig restauriert. Heute ist sie ein Kulturzentrum, in dem eine Bibliothek, ein Museum und ein Restaurant Platz gefunden haben.

Olsztynek (Hohenstein) (Landkreis Olsztyn) – der osteroder Komtur Gunther von Hohenstein begann ca. 1350 die Bauarbeiten der Festung in Hohenstein, die bis 1366 andauerten. Grundriss der Burg formte ein Viereck, dessen drei Seiten von hohen Gebäuden geformt wurde. Die vierte Seite war eine Schutzmauer mit Tor und hohem Turm. Der gepflasterte Hof wurde vom Norden her durch ein hohes Wohnhaus abgeschirmt, in seiner Mitte stand ein Brunnen. Im 19. Jahrhundert sind die Burgräume zu Bildungszwecken umgebaut worden. Diese Funktion ist 1974 wieder aufgenommen worden, so dass sich dort seit dieser Zeit ein Schulkomplex befindet. Die Burg verfügte einst über ein zweistöckiges Verlies, dessen tieferer Teil im 19. Jahrhundert zugeschüttet wurde. Das obere Kellergeschoss beherbergte in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Restaurant. Heute wird es für kulturelle Zwecke genutzt.

Pasłęk (Preussisch Holland) (Landkreis Elbląg) – Kreuzritterburg. Der heutige Nordflügel entstand ungefähr im Jahre 1320. Das Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss mit den Maßen 40x51 m. Seine Kellerräume und Verliese waren so weitläufig, dass sie weit über die Stadtmauern hinausgingen. In den vierziger Jahren des 15. Jahrhunderts unterlag die Burg einem groß angelegten Umbau, der den Anbau des Ost- und Westflügels umfasste. Ferner erhielt der älteste Kern des Gebäudes an seinen Ecken zwei runde Türme. Zu preußischen Zeiten ist die Burg in eine Wagenhalle und ein Krankenhaus umgebaut worden. Ihr Nordflügel beherbergte eine Schule. 1699 entschied man sich dafür, daraus ein Gefängnis zu machen. 1972 führte eine gründliche Behebung der Kriegsschäden letztendlich dazu, dass die Burg zum Sitz der kommunalen Selbstverwaltung wurde. In ihren Räumen befinden sich ferner eine Bibliothek und das städtische Kulturzentrum.

SzymbarkSzymbark (Schönberg) (Landkreis Iława) – 9 km von Iława entfernt, ragt an den Ufern des Szymborski-Sees die 1386 auf steinernem Fundament erbaute Burg aus Backstein empor. Sie war ursprünglich als Residenz des Domprobstes von Pomesanien gedacht und hatte einen rechteckigen Grundriss und 12 Türme. 1527, nach der Säkularisierung Preußens, trat das Domkapitel diesen Besitz samt dazugehöriger Güter an Albrecht von Hohenzollern ab, der ihn wiederum einem deutschen Adelsgeschlecht überlies. 1699 kam das traditionsreiche preußische Adelsgeschlecht Finck von Finckenstein in seinen Besitz und behielt es bis 1945. Der Kern des Gebäudes ist gotisch, doch weisen seine im Verlauf der Jahrhunderte umgebauten Teile Elemente der Renaissance und des Barock auf. Zuzüglich ist die gesamte Südseite Mitte des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil umgebaut worden. Das Feuer von 1946 zerstörte das Gebäude in dem Maße, dass es bis heute nicht wieder aufgebaut wurde. Die Burg von Szymbark bezaubert trotzdem dank ihres monumentalen Charakters. Sie ist die zweitgrößte nach der Marienburg und somit seit Jahren eine Touristenattraktion.

Das Freilichtmuseum in Olsztynek (Hohenstein)
1910 erbaut, ist es eines der ältesten Freilichtmuseen in Polen. Der Komplex befindet sich am nördlichen Stadtrand. Er ist wunderschön angelegt, hat zauberhafte Teiche, kleine Waldoasen, Sümpfe, Felder, Wiesen und Weiden. Die Schönheit der Landschaft wird durch die Anwesenheit verschiedener Tiere bereichert. Es lassen sich Pferde (auch Koniks aus der Familie der Tarpane), Kühe, Ziegen, Schafe, Kaninchen und Vögel beobachten.
Vielfältig sind auch die Ausstellungsstücke. Neben der Architektur (50 Exponate) gehören dazu auch um die 8000 Musealien, die die materielle Kultur repräsentieren, ca. 2000 Ausstellungsstücke der volkstümlichen Handwerkskunst und über 6000 Bücher.
Die vorgestellten Gebäude stammen aus Ermland, Masuren, Powiśle, Barten, Samland und Preußisch-Litauen. Sie sind architektonische sehr vielfältig, was das Freilichtmuseum landesweit zu einem der interessantesten macht. Unter ihnen sind neben Wohngebäuden auch Werkstätten, Tierscheunen, Sakralbauten und Industriegebäude, wie die Wassermühle, vier Windräder, eine Ölmühle, eine Schmiede, eine Weberei und eine Töpferei.

Alte, geheimnisvolle Gutshäuser und Paläste im touristischen Dienst.
Zur historischen Landschaft Westmasurens gehören unumstritten zahlreiche ehemalige Residenzen preußischer Adelsgeschlechter. Viele unter ihnen warten noch auf ihre Restaurierung, doch haben mindestens genauso viele diese Arbeiten schon hinter sich. Was dieser Region ihren unverwechselbaren Charakter verleiht, ist gerade das gelungene Zusammenspiel dieser Komplexe mit der sie umgebenden Landschaft.
Wahre Perlen unter ihnen stehen an Seeufern oder inmitten von Wäldern. Sie sind heute Teil der touristischen Infrastruktur der Region. Hier die bezauberndsten unter ihnen, die sich aufgrund ihrer Architektur, Lage oder des touristischen Angebots auszeichnen:
  • Hotel Anders (Gemeinde und Landkreis Ostróda), an der Straße und der Eisenbahnstrecke zwischen Ostróda und Olsztyn, umgeben von Wäldern, steht im Dorf Stare Jabłonki (Jablonken) am Seeufer des Szeląg Mały (Kleiner Schillingsee) der größte Hotelkomplex Westmasurens. Sein Herzstück ist die ehemalige Sommervilla des preußischen Potentats Richard Anders.
  • Bieniasze (Banners, Gemeinde Miłakowo, Landkreis Ostróda), umgeben von Wäldern und Wiesen, ca. 8 km südöstlich von Miłakowo (Liebstadt). Rekonstruiertes Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert, das heute als Pension genutzt wird.
  • Palast Wojciechy (Gut Gartenpungel, Gemeinde Miłakowo, Landkreis Ostróda), Abseits, nahe des Dorfes Bieniasze (Banners) und am Flussufer der Pasłęką gelegen. 9 km östlich von Miłakowo (Liebstadt). Gegenwärtiger Ausbau der Überreste eines Bauernguts des Andreas Stuhrmann. Heute Pension,
  • Schloss Karnity (Karnitten, Gemeinde Miłomłyn, Landkreis Ostróda), umgeben von Wäldern, am See Kocioł, 13 km westlich von Miłomłyn (Liebemühl). Neugotisches Schloss, das einst neben fünf Anwesen aus der Umgebung in Besitz von Gutsherren war. Heute ein Hotel.
  • • Gutshaus Sople, (Zoppeln, Gemeinde Małdyty, Landkreis Ostróda), unweit der Fernstraße E7 (Warszawa - Gdańsk) im Ort Sople bei Małdyty (Maldeuten). Ehemaliges Bauerngutshaus, im 19. Jahrhundert Aufenthaltsort des Autors des Oberlandkanals. Heute eine Pension
  • Gutshaus Kraplewo (Kraplau, Gemeinde und Landkreis Ostróda), stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, zu Anfang des 20. Jahrhunderts umgebaut, wodurch es seine L-Form erhielt. Die Vorderseite wird von einer hölzernen Veranda geschmückt. Heute Pension und Sitz einer Consulting-Firma.
  • Palast Klonowo (Klonau, Gemeinde Dąbrówno, Landkreis Ostróda), der Palast wurde in den Jahren 1831-1873 erbaut und später architektonisch verändert. Er steht im Dorf Klonowo, das sich innerhalb des Landschaftsschutzparks Wzgórza Dylewskie befindet. Die kleine Anhöhe, auf der das Gebäude gebaut wurde, ist von einer Parkanlage mit wunderschönen, alten Baumbeständen umgeben. Im nördlichen Teil des Anwesens sind teilweise alte Strukturen des Hofs erhalten geblieben, die durch eine Grünfläche vom Palast getrennt werden. Bemerkenswert sind ferner zwei zum Komplex gehörende Gebäude – die architektonisch interessante Schmiede und eine Scheune. Der Komplex ist heute eine Pension im Sinne der „Ferien auf dem Lande“.
  • Palasthotel Bałoszyce (Groß Bellschwitz, Gemeinde Susz, Landkreis Iława), Der Palast in Bałoszyce ist heute das einzige genutzte Gebäude, das einst als Residenz diente. Er entstand im 28. Jahrhundert als Replik des Babelsberg-Palastes in Potsdam. Sein heutiges, neugotisches Erscheinungsbild verdankt er einem umfassenden Umbau im Jahre 1985. Heute ist er als Hotel eine sehr attraktive Übernachtungsmöglichkeit.
  • Palast Dawidy (Davids, Gemeinde Pasłęk, Landkreis Elbląg) – einst Teil eines Anwesens mit Parkanlage, trägt Züge des holländischen Barocks, in den Jahren 1730-31 erbaut. Er steht 8 km nördlich von Pasłęk (Preußisch Holland) in Waldnähe, weshalb er früher auch die Funktion einer Jagdresidenz erfüllte. Zunächst war er das Eigentum von Achatius Borck, später gehörte er der polnischen Familie Drzewicki, ging aber an das Adelsgeschlecht zu Dohna über. Heute ist das Gebäude eine kleine Pension, die gerne von den Nachfahren ihrer einstigen Besitzer (z.B. von dem letzten Palastbesitzer Fürst Alexander zu Dohna-Schlobitten) und von anderen Persönlichkeiten besucht wird. In den Räumen des Palastes werden auch Konzerte organisiert.


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Fotos aus der region

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  • Kanał Elbląski
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