Der Oberlandkanal ist das Aushängeschild der touristischen Sehenswürdigkeiten Westmasurens. Er ist auch überregional, und sogar landesweit eine Attraktion. Diesen hohen Rang verdankt dieses System von Wasserwegen seinen weltweit einzigartigen hydrotechnischen Lösungen. In den Jahren 1844-1881 zu wirtschaftlichen Zwecken erbaut, ist der Kanal bis heute funktionstüchtig und zieht seine Besucher weiterhin in seinen Bann. Er ist ein historisches Denkmal des kulturellen Erbes dieser Region.
Der Oberlandkanal ist europaweit der einzige funktionierende Kanal (seit über 120 Jahren in Betrieb), der Schiffe an Land transportiert. Vier Schleusen und fünf Rollberge sorgen für die Überwindung des Höhenunterschieds zwischen den Seen Pniewo (Pinnausee, Masuren) und Drużno (Drausensee, Weichselwerder), der über 100 m beträgt. Sie sind die originellsten technischen Einrichtungen auf dieser Strecke und machen den Kanal zu einem technischen Wunder des 19. Jahrhunderts.


Die Rollberge sind dabei besonders außergewöhnlich, da dank ihnen die Schiffe bergauf und bergab auf Gras fahren können. Dazu sind Plattformen auf Schienen errichtet worden, die von Wasserrädern angetrieben werden. Die Rollberge können in den Gemeinden Pasłęk (Preussisch Holland) und Rychliki (Reichenbach, Landkreis Elbląg) bestaunt werden. Die gesamte Route setzt sich aus drei Abschnitten mit der Gesamtlänge von 130 km und zahlreichen Nebenwegen zusammen, die Seen und befahrbare Flüsse umfassen. Der längste Abschnitt verbindet die Städte Ostróda (Osterode) und Elbląg (Elbing). Der zweite Abschnitt erstreckt sich zwischen Miłomłyn (Liebemühl) und Iława (Deutsch Eylau) , und der dritte zwischen Ostróda (Osterode) und Stare Jabłonki (Jablonken).
Durch den Fluss Elbląg und das Frische Haff verbindet der Kanal die Masuren mit der Ostsee.
Das Schlachtfeld bei GRUNWALD - in der Nähe des Dorfes Grunwald (Grünfelde), in der gleichnamigen Gemeinde, Landkreis Ostróda (Osterode). Der Ort ist an ein für die Geschichte Polens wichtiges Ereignis gebunden. Am 15. Juli 1410 fand hier eine der größten mittelalterlichen Schlachten statt. Das Heer des Ordensstaates kämpfte gegen polnisch-litauische Truppen, die letztendlich als Sieger hervorgingen. Heute erinnert daran ein Denkmal, das hoch über die Felder hinausragt. Zu seinen Füßen steht das historische Museum, dessen Ausstellungsstücke thematisch mit der Schlacht verbunden sind. An diesem historischen Schauplatz findet jedes Jahr zur Jubiläumsfeier der Schlacht ein Re-Enactment statt, an dem Tausend Ritter (aus ganz Europa) und zig Tausende Besucher teilnehmen.