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Die einstige Perle Ostpreußens ist heute die Sommerhauptstadt Ermlands und Masurens. Die von 9 Seen umgebene Stadt ist ein dynamischer Ort. Im Sommer finden hier ungezählte Konzerte und Events statt, darunter die populären Konzerte an der Mole am Drwęckie-See (Drewenzsee). Die angrenzende Uferpromenade lädt in ihre gemütlichen Cafés und Restaurants ein. Unweit des Sees erhebt sich majestätisch die Kreuzritterburg. Mit ein wenig Glück kann man hier eine Zeitreise erleben und sich in einem kreuzritterlichen Fest wiederfinden, das von einer der Reenactment-Gruppen organisiert wird.In der Burg befinden sich ein Museum, eine Galerie und ein Festsaal. Es war gerade jene Burg, in die der Leichnam des Hochmeisters Ulrich von Jungingen nach der verlorenen Schlacht bei Tannenberg (in der polnischen Geschichtsschreibung Schlacht bei Grunwald genannt) gebracht wurde. Einige Jahrhunderte später war hier eine andere historische Persönlichkeit zu Gast -Napoleon, der von Ostróda aus sein Imperium regierte.

Auf unserem Weg ins Zentrum bestimmen zwei Kirchentürme das Stadtbild. Es sind die Katholische Kirche der Heiligen Jungfrau Maria und die evangelisch-methodistische Kirche. Es ist die zweite, die besonders beeindruckt. In ihrem holzverkleideten Innern befindet sich eine alte, bemerkenswerte Orgel. Der Kirchenturm hingegen ist der beste Aussichtspunkt der Stadt, vor dem sich die reizende Umgebung ausbreitet.
Ostróda hütet noch mehr solcher architektonischer Schmuckstücke. Dazu gehören sicherlich die nach der Farbe ihrer Mauern Weiße und Rote Kaserne genannt werden. Während die letzte weiterhin ihre militärische Funktion erfüllt, ist die Weiße Kaserne der Stadt zugänglich gemacht worden.Im Stadtzentrum steht ebenfalls eine beachtliche Villa aus Backstein. Sie war Eigentum des hiesigen Unternehmers und Ziegeleibetreibers Gladtke. Der Name kann bis heute auf den Backsteinen zahlreicher Häuser in der Umgebung entdeckt werden. Von der Villa Gladtke ist es nicht mehr weit zum deutschen Friedhof und zur neuen Altstadt. Den Fotografen unter Ihnen empfehlen wir den vergessenen Friedhof “Polska Górka” (Polnischer Hügel) an der OlsztyńskaStraße. Neben alten Baumbeständen und jüdischen Grabsteinen steht hier das Grab des Verfechters der polnischen Kultur Gustaw Gizewiusz. Reagge-Fans hingegen sollten die Stadt des landesweit größten Reagge-Festivals wegen besuchen. Auch der Konsul Jamaicas stattete dem Event ein Besuch ab, wovon die dortige Presse berichtete. Eine polnische Band drehte hier ihren Klip zu dem Song “Pass thru da Ostróda“.



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